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Fusion FV Arlen und FC Rielasingen 1999

 

 

 

FV Arlen

Aus der Festschrift 90 Jahre Fußballverein FV Arlen 06 e.V. im Jahre 1996

Unser Verein kann in diesem Jahr auf stolze 90 Jahre zurückblicken Er wurde gegründet von unseren Großvätern und hat sich durch Generationen erhalten und bewährt. Dass sich unser Zeugnis für die Einigkeit aller Mitglieder, und wir wollen natürlich auch derer gedenken, die einst unseren Verein gegründet haben.

Wer aber kennt den Verlauf der langen Vereinsgeschichte oder wer erinnert sich noch an die Personen, die vor unserer Generation im Verein mitwirkten. Vor 90 Jahren kannte man den Fußballsport kaum. Das runde Leder, das heute Tausende in seinen Bann zieht, war in jener Zeit verpönt. Sportanlagen gab es nicht. Man fand sich auf irgendeiner Wiese zusammen und widmete sich dem neuen Sport, der in Arlen aber bald richtig Fuß gefasst hatte.

Damals, 1906, war nämlich eine Montagegruppe aus England in den Ten-Brink'schen Fabriken und diese brachte den Fußballsport in die Bahnen, die bereits im Mutterland des Fußballsportes gültig waren.

Die Burschen jener Zeit fanden Gefallen an dem Spiel, und so kam es, dass Bäckermeister Philipp Oswald die Fußballfreudigen zusammenfasste und den FV Arlen gründete. Bei den Gründern waren außer dem Initiator Philipp Oswald, Hubert Schnetz, Ernst Diener, Ernst Helfer und Josef Graf. Man traf sich an den Sonntagen auf einer Wiese, bis die mutige Schar vom Bauer oder Besitzer weggejagt wurde. Der Spielbetrieb war in kleinem Rahmen gehalten. Die Treffen mit den umliegenden Mannschaften waren spärlich.

Die Firma ten-Brink hat den Fußballern einen Spielplatz bei der Drosselspinnerei herrichten lassen, auf dem 1907 ein Wettspiel gegen den FC Konstanz stattfand. Erst 1911 konnte man sich nach einem den Erfordernissen entsprechenden Gelände zur Anlegung eines Spielfeldes umsehen. Auf dem Oberholz entstand durch freiwillige Arbeit, und nachdem ein Pionier des Fußballs, Ernst Diener, die Vorbedingungen geschaffen hatte, der Sportplatz Oberholz. Am 15. April 1912 erwarb der FV Arlen das Grundstück von Frau Pauline Landsperger, das heute noch dem FV Arlen gehört. Schon 1912 fand auf dem neuen Platz auf dem Oberholz ein Wettspiel gegen den FC des Technikums Konstanz statt. Ein größeres Fußballturnier wurde im März 1913 veranstaltet. Aus der Nachbarschaft nahmen die Mannschaften Rosenberg aus St. Gallen, FC Singen und FC Ramsen teil. Die Familien ten-Brink und Imbach stifteten die Ehrenpreise.

Von dieser Zeit an ging es aufwärts im FV Arlen. Es ist für die Arlener Vereine bezeichnend, dass mehrere von ihnen eigene Sänger- und eine Theatergruppe hatten. Schon 1912 spielte das Orchester des FV Arlen, das offizielle 1920 gegründet wurde, bei geselligen Veranstaltungen. 1918 gründeten vier Fußballer eine Sängergemeinschaft das Fußballquartett das heute als Sängerquartett Arlen besteht.
Der erste Weltkrieg riss eine große Lücke. Nicht alle Fußballer, die eingerückt waren, sind wieder heimgekehrt. Am 11.1.1919 zählte man 11 aktive Spieler und zwei Passivmitglieder. Dann aber ging es, wenn auch behutsam, aufwärts. Eine zweite Mannschaft konnte gebildet werden und die Alten von damals fanden sich zu einer Altherrenmannschaft zusammen.
Im Jahre 1931 konnte das 25jährige Bestehen gefeiert werden. Der Verein zählte 10 Vorstandsmitglieder, 31 Aktive und 70 Passivmitglieder.
Am 8. April 1932 wurde die erste Jugendmannschaft (Jahrgänge 1919-21) von Lehrer Hugo Riester gegründet. Schon wenige Jahre später spielte diese Mannschaft gegen den FC Konstanz, FC Singen 04 und gegen Engen in einer Spielklasse.

Zum zweiten Mal wurde die Aufwärtsentwicklung des Vereins jäh gestoppt durch den Ausbruch des zweiten Weltkrieges im Jahre 1939.
Den Verein führte damals nach Philipp Oswald, der 1913 nach Amerika auswanderte, Klemens Schnetz, Ernst Diener, Hubert Schnetz, Adolf Harder. Nachdem Karl Schnetz im Jahre 1938 verstorben war, führte Hannes Pfleghaar bis 1943 den Verein. In diesem Jahr kam der Spielbetrieb ganz zum erliegen.

Am 28.8.1945 erfolgte die Wiedergründung des FV Arlen 1906. Während der Amtszeit von Werner Landsperger wurde der Oberholzsportplatz mit einer neuen Drainage saniert, was diesen Platz heute selbst bei schlechten Witterungsverhältnissen hervorragend bespielbar macht. 1987 wurde Werner Kornmeyer Vorstand des FV Arlen. Unter seiner Führung sind vor allem die festlichen Aktivitäten hervorzuheben. Tropicana Bar und Herbstbowle wurden kreiert und mit großem Eifer der Beteiligten verwirklicht. 1989 wurde Alois Fessel Nachfolger von Werner Kornmayer. Viele neue Gesichter erklärten sich bereit in der Vorstandschaft mitzuarbeiten. Nach einer zweijährigen Amtszeit von Joachim Hirt ist Alois Fessel seit 1995 wieder Vorsitzender beim FV Arlen.

Am 5. Mai 1950 erlebte die Arlener Fußballgemeinde die Neugründung des Vereins mit den Turnern. Albert Knecht wurde zum Vorsitzenden gewählt. Das Vereinsleben nahm wieder seinen Lauf, es ging wieder aufwärts. Mit Johann Haag an der Spitze wurde im Jahre 1956 das 50jährige Jubiläum auf der Talwiese mit Zelt und Turnier gefeiert. Das Eröffnungsspiel bestritt die Jubelmannschaft und der ESV Singen. Johann Haag war es auch der den Oberholzplatz für den FC 06 Arlen sicherte, indem er den Nachkommen von Ernst Diener deren Anteil am Oberholzplatz abkaufte und somit dem Zugriff des Staates entzog. Von 1958 - 1964 war Paul Feuerstein Präsident des Gesamtvereins und Peter Wiedenhorn Abteilungsleiter Fußball. Unter seiner Führung wurde die aktive Mannschaft Meister der Kreisklasse C. Ihnen folgte 1964 als Präsident des Gesamtvereins Xaver Pfleghaar und als Abteilungsleiter Otto Barth. Helmut Wettstein wurde 1966 Abteilungsleiter Fußball und blieb dies 15 Jahre lang. 1981 übernahm Werner Landsperger die Abteilung Fußball. Ein großes Stück Arbeit war die Trennung der Fußball- und der Turnabteilung. Dies war erforderlich, da das Amtsgericht Singen beiden Abteilungen eine Trennung nahe legte, weil es kein gemeinsames Vereinsleben mehr gab. So kehrten beide Abteilungen zu ihren Ursprüngen zurück.

Neunzig Jahre FV Arlen eine lange Zeit und viele Ereignisse liegen hinter unserem Verein. Zwei Weltkriege ließen das Vereinsleben immer wieder zusammenbrechen. Hoffnungsvolle Talente ließen in sinnlosen Kämpfen ihr Leben. Hoffen wir, dass uns allen solche Zeiten zukünftig erspart bleiben.
Hoffen wir auch, das sich immer wieder Menschen finden, die aus Idealismus bereit sind Funktionen im Verein auszuüben. Der Fußballverein Arlen erfüllt eine wichtige soziale Funktion in unserer Gemeinde. Sei es die Jugendarbeit, das Veranstalten von Festen. Ohne unseren Verein wäre die Gemeinde ärmer. Hoffen wir, dass dies auch alle maßgeblichen Leute unserer Gemeinde erkennen.

So bleibt zum Schluss das Motto:
Auf geht's in die nächste Dekade zum 100 jährigen Jubiläum.

(Verfasser: Thomas Edel)

FC Rielasingen

Aus der Festschrift 75 Jahre Fußball-Club Rielasingen e.V. 1919 aus dem Jahr 1994

In diesen Tagen feiert der FC Rielasingen seinen 75. Geburtstag. Grund, dieses Fest zu feiern, aber auch zurückzublicken auf eine bewegte Vergangenheit.

Als der Verein im Mai 1919 im heute noch bestehenden Gasthaus "Zum Falken" gegründet wurde, war noch nicht abzusehen, welchen Weg der Fußballsport gehen sollte. Heute im Jahre 1994 ist er eine der herausragenden Sportarten in Europa, ja auf der ganzen Welt. Diese Sportart hat in den vergangenen 75 Jahren eine eminent große Bedeutung gewonnen, was die Weltmeisterschaft in Amerika dieses Jahr eindeutig unter Beweis stellte bzw. stellt.

 Wie alle anderen Vereine die in der Zeit um 1920 gegründet wurden, hatte auch der FC Rielasingen seine Anfangsschwierigkeiten. Auf dem Sägeplatz oder auch bei Auswärtsspielen musste so manche Schlappe in Kauf genommen werden, ehe man noch dem Bezug des Roseneggplatzes einen eminenten Aufschwung zu verzeichnen hatte.
Ende der Zwanzigerjahre kam dann die erste Krise, die den erst gut zehn Jahre alten Verein erschütterte. Ab ungefähr 1935, bis hinein in die Kriegsjahre konnte der FCR jedoch mit zum Teil großen Erfolgen aufwarten. Vereine wie zum Beispiel der FC Singen, der FC Konstanz oder die Militärmannschaft vom VFR Konstanz konnten besiegt werden. In den folgenden Jahren des Krieges konnte der FC Rielasingen wie auch alle anderen Vereine den Sport nicht ausüben, weshalb das Vereinsgeschehen allgemein zum Stillstand kam.
Gleich nach Kriegsende waren viele junge Rielasingen wieder "ballhungrig", wollten unbedingt dem runden Leder wieder nachjagen. Die eingesetzte Militärregierung der Besatzungsmacht ließ jedoch in der damaligen Doppelgemeinde Rielasingen-Arlen nur einen Verein zu, so dass der FC Rielasingen als selbständiger Verein nicht wieder zugelassen wurde. So gründete man 1946 die Sportvereinigung Rielasingen, welche dann verschiedene Unterabteilungen hatte, unter anderem die Abteilung Fußball.
Wieder klein beginnend, schaffte man über die B- und A-Klasse den Aufstieg in die damalige II. Amateurliga. Dreizehn Jahre konnte man sich in dieser Liga meist mit Erfolg behaupten, einer Klasse die damals sicherlich ein gutes Niveau hatte. Mitte der Fünfzigerjahre zählte man sogar zu den besseren Vereinen dieser Spielklasse.

Nach der Saison 1962/63 musste man dann leider in die A-Klasse absteigen. Spieler verließen den Verein oder hängten die berühmten Fußballstiefel an den Nagel. Dieser Schock war dann so tief, dass man in der Saison 1965/66 sogar in die B-Klasse absteigen musste. Auch dieses hatte Langzeitwirkung, denn erst im Jahre 1970 ,also vier Jahre später war es gelungen, wieder eine Stufe höher zu spielen. In der A-Klasse spielte man zunächst eine mittelmäßige Rolle, ohne aber in akute Abstiegsnot zu gelangen.

Als Glück erwies sich die Tatsache, Helmut Grammel als Spielertrainer zu verpflichten. Im Jahre 1977/78 war das ehrgeizige Ziel, der Wiederaufstieg in die Landesliga (ehemals II. Amateurliga) erreicht. Die Fußballwelt in Rielasingen war wieder in Ordnung, die Begeisterung riesengroß. Der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte war dann die Vizemeisterschaft in der Saison 1983/84, ähnlich noch die Vizemeisterschaft in der II. Amateurliga 1955/56. Die Zeit scheint kurzlebig, denn erst zehn Jahre sind es her, als diese großartige Mannschaft diesen ebenso großartigen Erfolg erzielte. Vielen Rielasinger Fußballfreunden wird die entscheidende Begegnung zwischen dem späteren Meister, dem FV Donaueschingen und Rielasingen auf der Talwiese noch in guter Erinnerung sein. Unser Joggi Rösner wird sich noch ganz genau daran erinnern, wie er mit dem heutigen Bundesligaspieler Samy Sane so seine Mühe hatte, oder war dies vielleicht umgekehrt?
Zwölf Jahre war der FC Rielasingen, zwar mit wechselndem Erfolg, aber dennoch Mitglied dieser Staffel, ehe man 1988/89 erneut eine Klasse tiefer spielen musste. Auch dieser Abstieg konnte im Grunde bis heute nicht verkraftet werden, man schlängelte sich so von Spielrunde zu Spielrunde, meist aber den Abstieg im Nacken.

So ist es leider eine Tatsache, dass man gerade im Jubiläumsjahr 1994 erneut in den sauren Apfel des Abstiegs beißen musste und nunmehr in der Kreisliga A um Punkte spielen muss.
Auch die Reservemannschaft sei erwähnt. Sie steht naturgemäß nicht so sehr im Mittelpunkt der Geschehnisse wie das Aushängeschild, die erste Mannschaft. Im Vereinsablauf hat sie jedoch eine sehr wichtige Funktion, so zum Beispiel die, dass junge Spieler langsam in die erste Mannschaft eingebaut werden können. Über Jahre hinweg spielte man in der B- und C-Klasse, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.
Die gute Jugendarbeit wurde lange Jahre hindurch durch die Jugendleiter Gerold Pfeffer, Rudi Fischer und bis 1994 vor allem durch Heinz Mattes geprägt. Schon über viele Jahre betreut der FC Rielasingen um die 100 Jugendlichen und leistet auch zu der sportlichen Betreuung einen Beitrag für das Gemeinwesen. Den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte der Jugendarbeit war die Erringung der Südbadischen Meisterschaft der C-Jugend und die damit verbundene Teilnahme an der Süddeutschen Meisterschaft in der Saison 1992/93. So wurde im entscheidenden Spiel auf der Talwiese die Mannschaft des Bundesligisten vom SC Freiburg mit sage und schreibe 3:1 Toren geschlagen. Bei der Süddeutschen Meisterschaft erlitten die Jugendlichen unter ihrem Trainer Hofer zwar kräftige Niederlagen, hatten sie es jedoch mit Gegnern wie Eintracht Frankfurt oder dem 1. FC Nürnberg zu tun, spielte zudem sehr ersatzgeschwächt. Möge es auch in Zukunft gelingen, durch gute Jugendarbeit die Spieler zu formen, die wir notwendiger denn je für unsere Aktivmannschaft brauchen.
Verlassen wir das Spielgeschehen des traditionsreichen Fußballvereins so gibt es noch vieles weitere zu berichten. Mann erinnere sich an den Bau des Sportplatzes auf der Talwiese, der durch Eigenarbeit der Aktiven zwischen 1952 und 1954 erstellt wurde. Unter der Federführung des langjährigen Spielausschussvorsitzenden und unvergessenen Dr. Fritz Guth entstand diese heute noch herrliche Sportanlage. Sie zählt wohl unbestritten zu den schönsten Fußballplätzen im ganzen Hegau. Die Älteren werden sich noch gerne an das Einweihungsspiel zwischen den Grashoppers aus Zürich und dem FC Singen erinnern.

Der Bau des Sportheimes von 1964 bis 1967 bzw. die Erweiterung desselben, waren ebenso der Eigeninitiative und vor allem der Eigenarbeit der Aktiven zu verdanken. Die Sportfreunde Horst Wehrle und Willi Hebelt waren es insbesondere, die mit enormem Arbeitsaufwand und Können die Vereinsmitglieder zur Mitarbeit bewegten. Ebenso unter der bewährten Regie von Horst Wehrle entstand 1992 auf der östlichen Seite des Fußballplatzes eine Überdachung bzw. ein Unterstand, der die Zuschauer vor schlechter Witterung schützt und gleichzeitig der Bewirtung auf dem Sportgelände dient.
Erinnert sei auch noch an die Personen, die den Verein während dieser langen Zeit seit 1919 führten. In der Anfangszeit war es Gustav Strecker, in den Zwanzigerjahren Josef Mayer (1921 - 1924) und August Berger (1924 - 1928), die als Vorsitzende fungierten. Josef und Xaver Guth, sowie der bis 1929 amtierende Spielführer Ernst Mayer leiteten in den darauffolgenden Kriegsjahren den Verein. Weitere Vorsitzende waren Gustav Mayer 1935, Hermann Walter 1936, Gustav Schöne 1936 - 1939 und Engelbert Sick von 1939 - 1945. Bei der nach Kriegsende gegründeten Sportvereinigung im Jahre 1946 übernahm Alfred Brütsch die Position des 1. Vorsitzenden, den dann Hans Seyser 1951 ablöste. Insbesondere Hans Seyser war man zu Dank verpflichtet, stand er doch 18 Jahre an der Vereinsspitze. Er hatte sich bis zu seinem Ausscheiden im Jahre 1969 große Verdienste erworben und wurde deshalb zum Ehrenvorstand ernannt. Im folgten Günter Dauth, Peter Kueny, Horst Wehrle, Heinz Kehrer, Rudi Fischer, wiederum Horst Wehrle und Eberhard Gabele, ehe im Jahre 1992 nochmals Günter Dauth dieses Amt übernahm. Die Vorsitzenden Dauth und Kueny waren es auch, die schon zwischen 1974 und 1977 Gespräche über eine evtl. Fusion mit dem Nachbarverein Arlen suchten, die jedoch leider alle im Sande verliefen. Günter Dauth leitet also im Jubiläumsjahr den Verein, gab aber zu erkennen, dass er nun doch bald einen Nachfolger für dieses Amt haben möchte.

Weitere Männer aus Rielasingen-Arlen haben sich für unseren Verein verdient gemacht. Man erinnere an erster Stelle an den langjährigen Spielausschussvorsitzenden Dr. Fritz Guth, der bis zu seinem tragischen Tod ein großer Förderer des Fußballs in Rielasingen war. Im Jubiläumsjahr findet das 35. Turnier statt, das seinem Gedenken gewidmet ist. Ebenso sei an den verstorbenen Ehrendvorstand Hubert Schnetz, den langjährigen Hauptkassier Walter Schnetz, sowie an den Jugendförderer Ernst Grimm erinnert, die sie alle jeder auf seine Weise zum Wohl des Vereins in großen Maße beigetragen haben.

Wenn wir nun heute leider sehen müssen, dass gerade im Jahre unseres 75jährigen Jubiläums der Abstieg erfolgt ist, so sollten wir den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern den Blick nach vorne richten. Auch wenn wir in der Vereinsgeschichte 25 Jahre lang in der II. Amateurliga bzw. der Landesliga gespielt haben, so gab es auch Situationen in den man Rückschläge in Kauf nehmen und verkraften musste. Es ist nun einmal so, dass es in jedem Verein Höhen und Tiefen gibt, es gibt hierfür genug Beispiele. So stieg unser Nachbarverein, der FC Gottmadingen ebenfalls im Jahr seines Jubiläums 1987 in die Kreisliga ab, spielte 1993/94 wieder in der Landesliga und muss nun leider wieder in die Bezirksliga absteigen. Auch das Beispiel FC Singen kann man als Beweis dieser These heranziehen. Von 1982 bis 1987 spielte der Traditionsverein in der Bezirksliga, der kleine FC Rielasingen war zu dieser zeit ein fester Bestandteil der Landesliga Südbaden. Heute, wenige Jahre später hat sich die Situation wieder gedreht. Diese Feststellungen geben Anlass zur Hoffnung, in ein paar Jahren vielleicht wieder aus unserem derzeitigen Tief herauszukommen.

Zum Ende dieses Rückblicks auf die zugegebenermaßen kurz gehaltene Geschichte des FC Rielasingen bleibt festzustellen, dass wir mit Stolz auf die letzten 75 Jahre zurückblicken können. Wir wollen das Geschaffene erhalten und Grundlagen schaffen, die die heutige und die nachfolgende Generation in die Lage versetzt, den Fußball-Club Rielasingen in unserem Sinne weiterzuführen. Möge sich der zur Zeit ausbleibende Erfolg wieder einstellen. Alle Verantwortlichen mögen sich auch und gerade jetzt für unseren FC Rielasingen einsetzen. Dazu viel Erfolg.

(Verfasser: Rudi Caserotto

100 Jahre 1.FC Rielasingen-Arlen

Feier und Ehrungen 100 Jahre 1.FC Rielasingen-Arlen im Kulturpunkt Arlen 2006

von Links: Bezirksvorsitzender SBFV, Erwin Gräble, Thomas Edel, Ernst Gold, Thomas Zimmermann, Werner Landsperger, Alfred Hirt (Präsident Südbadischer Fussballverband)